Kyphoplastie bei Wirbelbruch

WIRBELKÖRPERBRUCH BEDINGT DURCH OSTEOPOROSE ODER UNFALL

Indikationen

Bei der schweren Osteoporose kommt es durch verminderte Belastbarkeit bei minimalen Stürzen oder sogar spontan zu Kompressionsbrüchen der Wirbelkörper. Bisher waren diese Patienten oft Monate lang bettlägrig und konnten nur durch starke Schmerzmittel ein erträgliches Leben fristen. Durch das Zusammensinken der Wirbel bei diesen Brüchen kommt es zu dem charakteristischen osteoporotischen Rundrücken.

Zusätzliche Folgen sind: Beeinträchtigung der Lungenfunktion, Appetitlosigkeit durch den Druck auf die Verdauungsorgane und so weitere Mangelernährung (Kompression durch den Rundrücken). Die Sterblichkeitsrate ist um 20-30% erhöht.

Mit der KYPHOPLASTIK können die zusammengebrochenen Wirbelkörper wieder gehoben und stabilisiert werden. Der durch den betroffenen Wirbel bedingte Schmerz ist am Tag nach der Operation fast immer weg. Der Pat. kann dadurch sofort wider seine gewohnten Tätigkeiten ausführen und vermeidet den gefürchteten Rundrücken.

Die Methode

  1. durch die Wirbelbogenwurzel wird unter Röntgenkontrolle ein Ballonkatheter in den Wirbelkörper beidseits eingebracht.
  2. durch einspritzen eines Kontrastmittels in den Ballon wird der zusammengebrochene Wirbelkörper wieder aufgedehnt. 
  3. nach Absaugen des Kontrastmittels und Entfernung des Dehnungsballons wird der so geschaffene Hohlraum mit Knochenzement gefüllt und so der Wirbelbruch stabilisiert.

Dr. Rudolf Widhalm

Medizinalrat Primarius i.R.

Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
Zusatzfächer: Rheumatologie und Sportorthopädie

EM. Vorstand der Abteilung für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie des Landesklinikums St. Pölten

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