Facharzt für Orthopädie - Ordination Wien & St. Pölten

Therapie von Rückenschmerzen

Schmerzursachen

A: Bandscheibenschäden

B: Spondylarthrose (Abnützung und derbe Vergrößerung der Wirbelgelenke)

Diese können die Nervenstrukturen einengen, irritieren oder quetschen.
Je nach Lokalisation der Laesion können die Schmerzen nur im Rücken sein oder in das Bein ausstrahlen.
Diagnostische Maßnahmen: genaue Untersuchung, Röntgen, bei Therapieresistenz Magnetresonanztomographie.

Therapie:

  1. Antirheumatika oral, als Injektion oder als Infusion
  2. Infiltrationen
  3. Hiatusblockade: Infiltration in einen Knochenkanal des Kreuzbeins
  4. Epidurale Infiltrationen: Injektion in den Raum des Wirbelkanals außerhalb des Liquorraums.
  5. Nervenwurzelblockaden
  6. Physikalische Therapie
  7. Akupunktur
  8. Nukleoplastie
  9. Bei nachgewiesenem Bandscheibenvorfall, Therapieresistenz und neurologischen Ausfällen- Bandscheibenoperation

Therapie von Rückenschmerzen mit oder ohne Ausstrahlungen in die Beine, Nucleoplastie.

  • Zahlreiche Ursachen kommen für diese Beschwerden in Frage: wie etwa schmerzhafte Abnützungen der kleinen Wirbelgelenke (Spondylarthrose) oder Veränderungen der Bandscheiben. Diese Bandscheiben bestehen aus einem gallertigen Kern und einem faserigen Ring der auch sensible Nerven enthält.
  • Teile dieses faserigen Ringes können sich in Richtung der Nervenstrukturen vorwölben und so Spannungsschmerzen im faserigen Ring oder Druckschmerzen durch Kompression der Nervenstrukturen oder des Rückenmarks auslösen. 
  • Falls der faserige Ring einen größeren Riss bekommt, kann Gewebe aus dem gallertigen Kern austreten und bildet so den gefürchteten Bandscheibenvorfall (= Discusprolaps). Dieser kann infolge von medikamentöser und physikalischer Therapie mit der Zeit schrumpfen und dadurch seine Schmerzhaftigkeit weitgehend verlieren oder kann operativ entfernt werden.
  • Die Vorwölbungen werden in erster Linie medikamentös und mit physikalischen Maßnahmen behandelt. Infiltrationen helfen in den meisten Fällen.Sollte aber durch diese Methoden keine Besserung erzielt werden, kann die Vorwölbung der Bandscheibe mit einer Radiofrequenz Sonde (thermo wand) zur Schrumpfung gebracht werden.
  • Der Binnendruck der Bandscheibe wird erniedrigt. Dieses Verfahren hat sich als Nucleoplastie bei 70% der Fälle bewährt. Die Sonde ist nur 1mm dick.Im besten Fall ist der Pat. Sofort schmerzfrei, das Abklingen der Beschwerden kann aber auch wegen der Schrumpfungs- und Vernarbungsvorgänge mehrere Wochen dauern. Mit derselben Sonde kann auch eine Denervierung der kleinen Wirbelgelenke durchgeführt werden.